My Humps
Da sage noch einer, dass man in Lübeck nicht feiern kann - am Wochenende wurde das Gegenteil bewiesen. Offenbar hat die Crew des ehemaligen Body&Soul (wat ma ein Partyschiff aufm Lübecker Kanal war, wenn auch nich ganz so hochseetauglich wie die gute alte Stubnitz) in der Clemensstraße, dem ehemaligen, ahem, Amüsierviertel, eine neue Heimat gefunden. Und was hatten wir damals alle geweint, als das Body dicht gemacht hat.
Als Rostocker muss man sich natürlich erst mal an Lübecker Preise gewöhnen, aber Astra “Rotlicht” für 2,50 und nette Leute machten die 6 € Eintritt VHB wieder wett. Die Musik war schön retro, was einige ältere Semester zumindest bei ACDC zum Luftgittarequälen animieren konnte. Andere dagegen glotzten eher die ganze Zeit Russ Meyer-Filme. Die Einrichtung in diesem Haus der Freuden war in einem Wort prachtvoll. Manch einer von den nicht mehr ganz so taufrischen Besuchern machte allerdings wirklich den Eindruck, als ob er mal sehen wollte, was aus seinem ehemaligen Lieblingsetablissement so geworden ist.
Dienstag Abend habe ich mit Anni mein Geburtstagsgeschenk eingelöst - Konzertkarten für Klee im Mau. Das Mau war dabei diesmal nicht so brechend voll wie gewohnt, was darin bemerkbar machte, dass man problemlos von der ersten Reihe nach hinten an den Tresen gehen konnte, ohne jegliches Anstehen sein Bier in die Hand gedrückt bekam und ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten wieder die erste Reihe erreichte. Klees Tourauftakt selbst war ok, kam aber bei weitem nicht an 2raumwohnung heran. Wahrscheinlich müssen sie im laufe der Tour selbst erst einmal auftauen.
Die wahre Überraschung hingegen war die Ein-Mann-Vorband Jens Friebe, der nur mit seiner E-Gitarre und sonst ohne eigene Technik auskommend mit fabelhaften Liedern und Texten glänzte und einen Teil seines vielseitigen Werkes darbot.
Ach was war die Karaoketanzmausnummer zur eigenen CD schön, wenn auch einige basecaptragende Solarienjünger immer wieder lautstark kundtun mussten, dass er doch lieber nach Hause gehen sollte (dieselben riefen später immer wieder “Suzie, Suzieeeee!” dazwischen, mussten also wahre Kleefans gewesen sein). Wirklich enttäuscht war ich nur, als ich feststellen musste, dass ich weder Jens-Friebe-CDs, noch T-Shirts, oder wasweissichwas kaufen konnte und es nur jede menge Quatsch mit drei Meter grossem “KLEE”-Aufdruck gab. Wie soll denn da der frischgebackene konsumorientierte Fan seiner gerade aufgeflammten Begeisterung Ausdruck verleihen?!
Update: Fotos und Review gibts, wie ich gerade sehe, ausserdem auch auch ktv-zone, offenbar auch meiner Meinung. Witzig.
Hey, wo war der Albert hin?
Meine Ausreden erspar ich Euch, jedenfalls bin ich jetzt wieder online tätig.
Und die Shoutbox habe ich auch gepatcht. Dann ja wieder Leben in die Bude kommen…