Liebes Tagebuch
Die Kinners werden also langsam ungeduldig, kann ich auch verstehen. In letzter Zeit ist jedenfalls eine ganze Menge los gewesen, so dass ich, wie Ihr ja gemerkt habt, mit dem Schreiben nicht hinterhergekommen bin. Dann versuche ich mal ‘ne kurze Zusammenfassung.
Also erstmal die Fusion: Whoaaaa, sooooo schön. Wir sind Donnerstagnachmittag gemütlich mit Katha, 1117 und Susanna im Bus losgezuckelt. Paula ham wir vorher bei Nadine abgegeben. In Lärz hat uns dann Maddin schon mit grüner Sonnenbrille und Fahrrad in Empfang genommen, und uns zum Zeltplatz A1 geleitet, wo schon der Rest unserer kleinen Runde gewartet hat. Was folgte, war eigentlich die gewohnte Reizüberflutung - alles war noch bunter, grösser, schöner und liebevoller gestaltet. Die Musik war abwechlungsreicher (z.B. Coco Rosie zum Auftakt mit Spleen, El Gafla, Jahcoozi, Kombinat 100, …), es gab viel neues zu endecken (Das Café, das - dank Maddin und Heiko - umgestaltete Neuland, das Querfeld, …), tanzen am Tag in der Sonne, feiern in der Nacht im bunten Licht. Und das bis Sonntag Abend :)
In Kürze werde ich noch Bilder dazu raufladen, muss aber erstmal die Kamera wiederfinden…
Nach intensivem Werkeln an der Studienarbeit und einigen anstrengenden Arbeitstagen im Fraunhofer haben wir dann am Freitagabend darauf spontan wieder unser Bettzeug in den Bus gepackt, und uns auf nach Graal Müritz an den Strand gemacht. Da haben wir dann auch gleich geschlafen, um dann am nächsten Tag ein wenig Fischland zu erkunden, wo gerade ein Mittelaltermarkt stattfand und wir abends nach dem Strand an einem Imbiss noch das letzte Deutschlandspiel angeguckt haben. Also sind wir gleich noch eine zweite Nacht geblieben und konnten so noch einen zweiten ausgiebigen Strandtag einlegen. Sonntagabend gings dann aber nach Hause, schliesslich musste im Fraunhofer noch jede Menge erledigt und ein Vortrag nebst Fallbeispiel für die Studienarbeit vorbereitet werden. Halbtot angekommen, hiess es aber vorher noch renovieren in der Chaos WG und Kochen + Finalegucken + Filmgucken + Chillen bei Katha und Maddin.
Den Stress erfolgreich hinter uns gebracht, fuhr unsere kleine Familie dann am Donnerstag nach Hamburg - erst zum Ikea, um ein paar Kleinigkeiten im Schnelldurchlauf zu besorgen (die arme Paula musste schliesslich draussen in einem Zwinger warten), dann an die Aussenalster zum Grillen mit Tove und noch zwei Schulfreundinnen von Anni. Geschlummert ham wie dann vor Toves Wohnung - na wo wohl, im Bus. Am nächsten Tag waren wir noch schnell Kaffeetrinken und Shoppen in der Marktstrasse, bevor wir uns zu Annis Oma nach Lübeck aufgemacht haben, um aus den Ikeatagesdecken hübsche Gardinen für den Bus zu schneidern. Eine Bienenstichtorte und eine lange Heimfahrt später schlugen wir dann wieder in Rostock bei Michas Geburtstagsfeier auf.
Dieses Wochenende nun haben Mirko und ich endlich die letzten Arbeiten am Busausbau abgeschlossen, während Anni noch mit Seb & Co. nach einem Ekelspirituosenvernichtungseinsatz zu einer Beachparty an den Ostseestrand gezuckelt ist. Und heute ist wieder Montag, ich arbeite und lerne, und das im Sommer, naja :)
Für’s Fischland braucht man einfach etwas mehr Zeit. Warum nciht einfach mal im Spätherbst hinfahren und die Ruhe genießen? Ich habe genau das gemacht und jede Minute genossen. Mein Bericht: ” … Die Freizeitangebote im Fischland sind überschaubar und bei allen ist der Gast selber gefordert: Spazierengehen, Fahrradfahren, mit Inline-Skates auf dem Deich die Küste entlang gleiten. Die Zerstreuung eines Schaufensterbummels ist in Dierhagen schnell vorüber. Wenige Minuten reichen, um die Angebote der wenigen Buden am Strand eingehend zu würdigen.
Hauptattraktion ist ohnehin die Ostsee selbst, also ab zum Strand. Starker auflandiger Wind lässt mich frösteln. Die wenigen anderen Strandgänger sind in alles gehüllt, was wind- und wasserdicht sein soll. Die Mädchen haben wärmende Schals um die Hälse geschlungen, die Haare unter wolligen Mützen verborgen. Frierende Väter lassen mit begeisterten Sprösslingen Drachen steigen und rennen hinterher, wenn mal wieder die Schnur gerissen ist. Junge Paare gehen eng umschlungen. Ältere haben sich meist in Gruppen zusammen gefunden…. (…)”
Wie eine Woche im Oktober im Fischland aussehen kann, habe ich beschrieben unter http://www.lutzsindermann.de/blog/?p=126
Am 30. November 2006 um 06:58 Uhr