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Montag, 20. Februar 2006

Schon wieder Berlin

Da am Samstag Abend mein Onkel mit dem Flugzeug aus seinem Spanienurlaub zurückkommen wollte, und ich ohnehin schon länger nicht mehr meine Familie besucht hatte, bot sich die Gelegenheit, beides zu kombinieren, und so mal wieder einen Tag in Berlin zu verbringen.

Anni musste Freitag leider arbeiten, und so fuhren Micha und ich auf zwei Mitfahrgelegenheiten aufgeteilt in die Stadt der Baustellen. Nachdem wir dann bei Micha ein wenig pausiert und auf die Freiheit Kubas angestossen hatten, setzten wir uns in Richtung Friedrichshain in Bewegung, mit der Mission, die dortige aufstrebende Clublandschaft ein wenig näher unter die Lupe zu nehmen, und uns im raumklang umzusehen, der speziell durch eine eigens für den Laden entworfene Anlage satten, kristallklaren und dennoch ohrenschonenden Sound liefern sollte.
Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit wurden wir dann in einem normalen Mietshaus tatsächlich fündig. Wahrscheinlich war das ganze früher mal eine Eckkneipe, die jetzt liebevoll umgebaut zum entspannten Feiern einlädt. Für Beschallung sorgten Tom Clark, Daniel Dreier, Format:B und Sebo K., welche zumindest den Micha ununterbrochen auf der Tanzfläche hielten. Die PA hat ihren guten Ruf tatsächlich verdient, so war es beispielsweise ein Genuss, einfach mal so da zu stehen und zuzuhören, und auch wirklich jedes kleine elektronische “Bliep” und “Knarz” mitzubekommen, als wenn man gute Kopfhörer aufgesetzt hätte. Schön auch, mal ohne Pfeifen im Gehörgang nach Hause gehen zu können, wo wir dann gegen sechs wieder ankamen.

Mit meinen inzwischen in Berlin angekommenen Eltern begann ich dann die Tour de Shopping am Alex, von wo aus wir uns zu Fuss zum Hackeschen Markt aufmachen wollten, und erstmal instinktiv in die komplett falsche Richtung abgebogen waren, und so, nach einem Abstecher durchs Nikolaiviertel, vorbei am Auswärtigen Amt, irgendwann in der Friedrichstrasse rauskamen. Eine kurze S-Bahnfahrt später waren wir dann endlich da, wo wir hinwollten.
Ab jetzt ging es von Geschäft zu Geschäft mit kurzer kulinarischer Unterbrechung im “Alcatraz”. Mit mexikanischem Essen im Bauch noch ein wenig durch die Hackeschen Höfe flaniert, um dann letztendlich nach einem letzten Abstecker im Dom im Kino beim “Roten Kakadu” zu landen. Über den Film sag ich jetzt nichts, ausser, dass er entgegen anderslautender Meinungen in der Presse rein gar nichts mit Good Bye Lenin! oder Sonnenallee zu tun hat. Etwas spät dran hetzten wir nun nach Tegel, um dann nach einiger Suche den von der Sonne ordentlich gegrillten Onkel zu finden und schliesslich nach Hause zu fahren.

Sonntag bin ich dann gut ausgeschlafen gegen Abend mit Seb und seiner neuen Freundin Andrea nach Rostock, wo Anni sich in der Zwischenzeit nach intensivem Feiern meiner Abwesenheit eine Erkältung zugezogen hatte.
Meine ganzen Mitbringsel durchstöbernd habe ich mir noch fix ein neues Fahrrad bestellt. Hoffe, dass das diese Woche noch hier eintrudelt, und ich dann bald wieder herumradeln kann.

kamisutra

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