kamisutra.net

Dienstag, 17. Januar 2006

Dänemark

Ok, dann werde ich mal den versprochenen Dänemarkbericht nachholen. Also wir, das sind Micha, Elmar, Sabine, Basti, Michi, Steffi, Robert und natürlich Anni, Paula und ich, sind am 27. Dezember in den eisigen Norden Dänemarks nach Lild Strand, in ein nettes luxuriöses Ferienhaus gefahren, um dort standesgemäss die Jahreswechselfeierlichkeiten mit so netten Extras wie Kamin, Sauna, Whirlpool, Solarium, Pool und unmittelbarer Strandnähe zu begehen. Dazu haben wir weder Kosten noch Mühen gescheut, und zusätzlich zu Roberts Auto noch ‘nen protzigen Audi A4 gemietet, welcher uns wiederum schnurrend wie ein Kätzchen schmuw über die winterlichen Autobahnen brachte. Am Ziel unserer Reise angekommen, mussten wir feststellen, dass es, anders als der Name DanSOMMER versprach einfach mal Arschkalt war, was nicht zuletzt an denen für die steife Nordseebrise viel zu schwachbrüstigen Elektroheizungen unserer ansonsten recht mondänen Behausung lag. Kurzentschlossen begaben sich also einige besonders hartgesottene auf Brennholzraubzug, worauf wir den Ofen zum Glühen und somit das ganze Haus auf mollige gefühlte 80°C brachten.

Ich muss zugeben, dass die Gegend Nordjütland dort erstaunlich unspektakulär ist - nichts ausser Dünen, Wald und Bauern, mal abgesehen von der ein oder anderen putzigen Kleinstadt. Einmal sind wir sogar auf den Reiseführer hereingefallen, welcher uns zielsicher zu einer ganz normalen, aber immerhin 50km entfernten Dorfkirche lotste, welche dafür aber auch geschichtlich keinerlei Bewandtnis hatte. Wenigstens hatten wir beim vorausgegangenen Ausflug zu einem Schlosshotel den Kofferraum mit prima Brennholz für den Rest unseres Aufenthalts im Wikingerland vollpacken können. Davon abgesehen hatten wir jede Menge Alkoholika zum Aufwärmen dabei, wobei alleine für White Russian mehrere Paletten Milch draufgingen. Im übrigen kann ich an Heissgetränken empfehlen: Grog, heissen Apfelkorn oder auch heisse Schokolade mit Vodka. Wenn es dann doch mal vorm Ofen zu warm wurde, konnten wir uns zum Abkühlen ja immernoch in die Sauna zurückziehen.

Ansonsten hat es mit der ernährungstechnischen Versorgung bestens geklappt, da sich wider Erwarten grundsätzlich freiwillig Leute für Kochaktionen gefunden hatten. Es wurde also viel gegessen + getrunken, umhergewandert, gespielt und Quatsch gemacht. An Silvester wurde eine gemütliche Runde Meiern nur durch Bastis pyromanische, ja, hmm, Versuche unterbrochen, in denen er uns eindrucksvoll bewies, wie schnell man eine gewaltige Stange Geld in Rekordzeit und relativ unspektakulär in die Luft blasen kann. Da hat er diesmal anscheinend einfach mal die falschen Sachen eingekauft. Am 2. Januar dann ging es schweren Herzens wieder nach Hause, wobei wir den Abend noch nett bei Enzo und köstlicher Pizza Holland (zumindest für mich) beendeten. Zur Erinnerung: Ein paar Photos findet Ihr hier.

kamisutra

Einen Kommentar schreiben