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Freitag, 23. Dezember 2005

Frohe Weihnachten

Puhh, heute bin ich seit Monaten das erste mal wieder zu den Eltern nach Hause gefahren, echt ein schönes Gefühl. Dabei hat sich so viel getan: Mein altes Zimmer ist nicht mehr, stattdessen nutzen das jetzt meine Eltern als Büro mit. Dafür wurde das alte Kabuff, das vorher teilweise diesem Zweck diente zum Gästezimmer umfunktioniert, und genau da sitze ich gerade am Notebook. Als nächste Neuerung kam gerade gestern erst DSL ins Haus - endlich richtiges Internet - musste ich doch früher im Wohnzimmer vor der Telefonbuchse hocken, um wenigstens im Schneckentempo meine Mails lesen zu können (ach, ich bin doch so wichtig ;)
Und last but not least: Seht doch, ein Klavier, ein Klavier! Juchuu! Tasten - schwarze und weisse - 88 Stück mit Hammermechanik. Genauer gesagt ein Fatar Studiologic SL-880Pro. Ich hab noch nie so ein gutes (elektronisches) Tasteninstrument gespielt, um ehrlich zu sein. Das Teil gibt von alleine keinen Mucks von sich, ist schliesslich “nur” ein Midi Controller. Aber was mit der richtigen Software dahinter rauskommt, whoa. Echt Lust aufs Musikmachen bekommen, wo krieg ich jetzt nur mehr Zeit (und Talent) her?!

Jahrgangstreffen - ja - das findet am 27. statt. Nur eben leider ohne mich. Meiner einer ist da bereits im sonnigen Norden Dänemarks und lässt sich am Strand unter Palmen die Sonne auf den Bauch brennen. Die Nachricht vom Treffen (was nach fünf Jahren gegenseitigen Nichtmehrsehens sicherlich recht spannend werden dürfte) hat mich also ein wenig zu spät erreicht. Daher freu ich mich um so mehr, dass ich trotzdem mal wieder ein wenig was von einigen Leuten gehört habe, die mir mal ziemlich viel bedeutet haben (Hallo Sanni, hallo Petra!). Naja, mal nicht sentimental werden hier. Ich wünsch Euch allen viel Spass, und erzählt mir bitte, wie es war!

Morgen ist Heiligabend und ich habe meine Geschenke endlich alle zusammen. Ich halte es vor Neugier, was ich wohl so bekommen werde, kaum noch aus. Morgen wird es jedefalls ganz traditionell ans Baumschmücken gehen (jaja, lasst dem Albert ruhig die ganze Arbeit), dann noch zu Besuch bei meiner Tante, die morgen Geburtstag hat - bis wir schliesslich zu Fredt in die Kirche pilgern, um dann danach endlich die Bescherung zu veranstalten. Ja, und dann, wie üblich, wird eine riesen Schüssel Kartoffelsalat und Würstchen verspachtelt.
Wie läuft denn das bei Euch so ab? Und woher kommt eigentlich dieser Kartoffelsalat-und-Würstchen-Brauch? Fragen über Fragen! Los! Kommentare!

Ich wünsch Euch allen jedenfalls fette Geschenke, jede Menge Familie usw.

Sonntag, 18. Dezember 2005

Delay

ist genau das, was ich hier zu praktizieren scheine. So viel Verzögerung. Dabei ist so viel passiert.

Das wichtigste vorneweg: Anni hat am Donnerstag ihre letzte Staatsexamensprüfung bestanden, ja, und ist jetzt fertig, was wir dann auch ein wenig, aber schön dekadent, im Warmbad gefeiert haben. Studium zuende, puhh, kann ich mir noch gar nicht so richtig vorstellen. Jetzt steuert sie schnurstracks aufs Referendariat zu, nach einer angemessen Auszeit natürlich. Oh mann, hoffentlich bleibt sie in der Nähe - ich muss zugeben: vor einer Fernbeziehung hab ich ziemlich Angst.

Weihnachten rückt näher und näher. Nachdem meine Familia letztes Wochenende zum Weihnachtsmarktbummel hier war, kam diesen Freitag Annis Clan zu Besuch. Nachdem wir das überstanden hatten (wer fing eigentlich ausgerechnet im Riesenrad mit dem Thema Selbstmord an?! :), war es endlich soweit: die LOHRO-Klubnacht konnte starten. 5€, 12 Klubs, und so sind wir als grosse Gruppe mit ca. 3000 anderen Feierwütigen durch die Nacht getigert. Die Escobar unterm Händikäff hatte (für uns) Premiere, und mit Reaggae und dem schönen Ambiente sofort überzeugt. Danach das Momo, wiedermal nett, gut als Zwischenstopp. Dann per Pedes (wir haben es irgendwie immer geschafft, das Busshuttle gerade so zu verpassen) zum Speicher, wo Katha mittlerweile mit ihrem Dienst fertig war und Dirk und Heiko zur Colt Sievers Lounge Mugge doch ganz gut abgingen (klar - als Besitzer, hehe), im Gegensatz zu uns. Schon der Sirtaki kam mir spanisch. Elma hing auch irgendwie durch, und wir grübelten wohin. Da die Stubnitz eh auf dem Heimweg lag, tingelten wir da vorbei und freuten uns auf den elektronischen Ausgleich.
Ok, dass mehr das Schiff verliessen als hineingingen, muss ja nicht immer was heissen. Aber tja, nur ein Deck wurde mit mittelmässigen Klängen geflutet, die Leute waren schon arg mit durch, und auch die auf dem Vorderdeck der vollständigkeit halber eingespielten Platten kamen eher aus der Seltsamkiste. Schon arg gebeutelt, schliesslich war ich seit 6:40 Uhr auf den Beinen, spalteten Anni und ich uns dann gegen 4:30 Uhr langsam ab, machten uns auf den Nachhauseweg und mussten feststellen: Es ist kalt in Deutschland. Im Mau soll es zum Schluss noch ganz gut gewesen sein, egal, wir schliefen den Schlaf der gerechten.
Ich wurde irgendwann geweckt von Anni und Frühstück am Bett, und wir verbrachten den Samstag im wesentlichen mit Auspannen und Dickens Weihnachtslied als Hörbuch.

Heute waren wir noch Brunchen im Heumond (sehr empfehlenswert), haben einen kleinen Altstadtspaziergang gemacht (es ist wirklich kalt in Deutschland), waren auf dem Petriturm, und, und, und. Und ich bin jetzt müde. Morgen ist ja wieder Montag.

Sonntag, 11. Dezember 2005

Sauber

Puhh, wer unsere räudige, betongraue Auslegeware kennt, hat sicher noch all die leckere Flecken in Erinnerung, welche so richtig schön widerwärtig unseren Fussboden bereicherten. Damit ist jetzt Schluss. Nachdem unser Vermieter uns (zumindest dieses Jahr) kein Laminat finanzieren möchte, haben wir uns durchgerungen, uns einen dieser Teppichshampoonierer auszuleihen. So ein Ding bedeutet zwar echte Knochenarbeit (zumindest im Schlafzimmer musste ich vier mal rübergehen und ordentlich rubbeln), aber das Ergebnis ist geradezu atemberaubend.

Ein lustiges Geschäftsmodell haben die, das Gerät gibts umsonst, dafür muss man eine Flasche Reiniger für €20 (!) kaufen. Damit kommt man noch nicht einmal wirklich weit. Da hilf ‘ne Flasche Spüli schon wesentlich weiter - nur mit dem Schaum muss man aufpassen - sonst fängt das Teil so komisch an zu röcheln und rauchen. Jedenfalls schlafen wir heute im Wohnzimmer. Gute Nacht :)

Montag, 5. Dezember 2005

Nikolausi

Alle Jahre wieder - Ihr kennt das ja. Morgen ist es mal wieder so weit: Stinkende Schuhe randvoll mit Leckereien und sonstigem weihnachtlichen Krimskrams. Mal sehen, ob ich auch was bekomme, obwohl ich meine Schuhe (mal wieder) nicht geputzt habe.

Seit dem letzten Posting is ‘ne Menge Zeit vergangen - danke also an all die Leser, die trotz dieser schwankenden Veröffentlichungsintervalle zu mir halten. Ich muss gestehen, ich habe auch fast alles vergessen, was in der Zwischenzeit so passiert ist. Jedenfalls hat der Weihnachtsmarkt auf. Ja, und der Glühwein schmeckt schon wieder. Der erste Schnee war auch schon da, glatte Strassen, usw. Ja, und ich Gleichgewichtsheld habe mich auch noch mit dem Fahrrad gepackt, und das, obwohl schon wieder alles abgetaut war. Naja, jetzt habe ich eine Hose weniger, eine Narbe mehr und ein kaputtes Fahrrad. Obwohl ich das demnächst sowieso ein wenig aufbauen wollte (oder pimpen, wie es mittlerweile so schön heisst), also muss das wohl jetzt ein wenig vorgezogen werden.

Paula ist das erste mal läufig, und wie. Jedenfalls kann sie das schon recht gut. Blutet so den ganzen Tag rum, macht jeden Köter im Lindenpark verrückt und markiert dort fleissig jede Ecke. Ich weiss gar nicht, wieviele Hundis ich schon von ihr runterholen durfte. Aber so ganz so schlimm, wie ich es mir am Anfang vorgestellt hatte, ist es auch wieder nicht. Eigentlich ganz lustig, naja, wer den Schaden hat - aber Paula kann sich ja nicht wehren ;)

Katha hatte Geburtstag, und in den haben wir letzten Freitag im Momo reingefeiert. Als die dann da die Stühle hochstellten, sind wir weiter zu Maddin in die Niklotstrasse, wo der noch ein bisschen aufgelegt hat, bis er schliesslich direkt auf dem Teppich eingepennt ist. Obwohl ich morgens wieder vorm Aufstehen raus musste, hat es total Spass gemacht (ich hatte ja so meine 3-4 Stunden Schlaf, fast). Ganz nebenbei haben wir noch Marek hier aus dem Haus etwas näher kennen gelernt, der diesen Abend im Momo gearbeitet hat. Der hat sich nach unserem Wlan erkundigt, und schon haben wir beschlossen, und doch einen Anschluss zu teilen - schliesslich haben er und seine Freundin auch zwei Stockwerke unter uns noch guten Empfang. Und noch was: Infocity ist billiger geworden, und 4x so schnell wie der bisherige 512er Anschluss. Allerdings muss man sich selbst ummelden - von alleine geht hier nix. Wenn man es bis zum 20. macht, hat man zum nächsten ersten den neuen Tarif. Weiteres nachzulesen direkt bei Infocity. Einen Haken hat die ganze Sache, wenn man denn so will: Alle neuen Tarife bedeuten 6 Monate Mindestvertragslaufzeit.

So, ich gehe jetzt nochmal mit Paulinsche, jetzt wird ja kein Rüde mehr unterwegs sein. Stattdessen schön kalt und stockduster. Volle Schuhe wünsch ich Euch!

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