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Donnerstag, 30. Juni 2005

FUSION

Es ist so weit, heute gehts endlich los: Auf zur Fusion! 4 Tage auf dem Partyplaneten - eintauchen in die Fusionwelt, den Alltag hinter sich lassen. Und wir sind gut vorbereitet:

Was wir alles besorgt haben: Gartenfackeln, Lampions, ein Fischernetz, ‘nen Campinghocker, Girlanden aus Hawaiiblumen, eine Lomokamera, ‘nen Schaukelsessel, jede Menge Knusperflocken, was weiss ich nicht alles. Dann kann es nachher also losgehen. Paula wird feierlich an Steffi und Kathrin übergeben, die so lange mehr oder weniger hier einziehen. Kühlschrank ist schon mit Leckereien vollgestopft. Will jetz gar nichts mehr schreiben, nur noch los.

Also dann: Bis in vier Tagen!

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Dienstag, 28. Juni 2005

Auf dem Sprung

Waren heute von Physik aus im Kraftwerk hier in Rostock. Letzten Dienstag hatte es ja nur zur Brauerei gereicht. Warum konnte mir keiner sagen, dass das Kraftwerk noch so weit von der S-Bahn entfernt liegt? Musste tatsächlich bei Ben auf den Gepäckträger - Ihr könnt Euch vorstellen, wie breitbeinig ich danach gelaufen bin.
Ich persönlich bin ja nicht so absolut überzeugt von der Idee, Steinkohle verheizen zu müssen, egal wie modern die ganze Sache über die Bühne geht. Schön allerdings vor lauter Höhenangst in 50m am Kessel über ‘nen Gitterfussboden zu eiern um sich dann weitere 50m zu Fuss aufs Dach zu schleppen. Der grandiose Ausblick über die ganze Stadt bis Warnemünde hat allerdings wieder alles wett gemacht. Und ich Idiot hatte keine Kamera mit. So ein Kühlturm ist ebenfalls eine erfrischende Angelegenheit. Tja, Anni hat sich ja nicht aus dem Bett erheben können heut morgen, selbst Schuld.

Trotz anderslautender Ankündigung meinerseits kam ich dann dank Mitfahrgelegenheit in die Innenstadt doch noch rechtzeitig zu unserem Vortrag im Forschungsseminar, was zumindest André sichtlich freute, musste er sich mit dem ganzen Quatsch so zumindest nicht alleine vor versammelter Mannschaft lächerlich machen. Naja, was solls, haben wir das wenigstens hinter uns. Gleich gehts noch zu Elmar, die letzten Details der Fusionplanung bequatschen. Mal sehen, wer wie hinkommt und wer was mitnimmt.

Und jetzt ist mir gerade Biene Maya in die Playlist gerutscht, arghhhh - schnell weg!

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Montag, 27. Juni 2005

Was sonst so geschah

So, mal wieder eine kurze Notiz in eigener Sache, auf dass ich nicht wieder alles vergesse. Freitag waren Elmar, Anni (die Ihre Humanbioprüfung übrigens mit 1.3 gemacht hat) und ich im SB. Gewissermassen Abschiedsabend. Sven hatte ‘ne Jazzband da, die mit Schlagzeug, Bass und E-Gitarre drinnen und draussen die Leute unterhalten haben. Wir ham ne Pizza und Kartoffelecken gefuttert, bevor wir weiter ins Momo sind. Dort spielte Berlin Bahia brazilianische Rhytmen rund um Bossa Nova. Ein netter Abend.

Samstag gabs gemeinsames Frühstück mit André und darauf folgendes Vortrag-Ausarbeiten. Am Abend warn wir im fast leeren Capitol Batman gucken, den letzten Geburtstagskinogutschein einlösen. Der Film hat mir besser gefallen, als erwartet. Fing schon erfrischend brutal und düster an. Endlich mal wieder Batman für Erwachsene. Es wird gar nicht erst versucht, an die Tim Burton Filme anzuknüpfen, sondern in einem nicht nur optisch komplett neuen Stil eine schlüssige, spannende Story erzählt. Ein tolles, aber nicht aufdringliches Aufgebot an Schauspielern, alles in allem wunderbar düster mit einer Prise subtilem Humor.
Als wir auf dem Weg nach Hause noch beim SB vorbei kamen, machte Sven gerade seinen Alles-Muss-Raus-Abend, wo es jedes Getränk zum halben Preis gab (Manch einer hielt es für eine nette Promo-Idee und hatte nicht gecheckt, dass der Laden dicht macht). Die Stimmung war dementsprechend verhalten. Anni und ich ham es uns trotzdem am Tresen gemütlich gemacht und auf ziemlich nüchternen Magen zu Trinken angefangen. Anni wurde vom Absinth betüdelt, und ich gab mir die letzte Flasche Chivas Regal. Es waren lauter nette Leute da, ich hab sicher auch jede Menge Quatsch geredet, und ab der Hälfte des Barnstorfer Weges setzte dann mein Filmriss ein. Nur soviel: Ich wurde nach Haus gebracht, habe wohl im Bad übernachtet (was zumindest meine Rückenschmerzen erklärt) und mir war selbst am nächsten Abend um neun noch schlecht. Heute im Laufe des Tages hat sich aber alles wieder normalisiert…

Im Moment ist Anni bei Rike Geburtstag feiern - oder so ähnlich, schliesslich sollte sie mit Badelatschen, nem grossen Handtuch und Duschzeug erscheinen (Sauna mitten im Sommer?!) Na ich bin ja schon schön misstrauisch ;)

Freitag, 24. Juni 2005

Querbeet

Schöner Tag heute, Parser geht endlich voran, hier deswegen ein paar unzusammenhängende Links:

Wir gehen jetz in die Sonne!

Donnerstag, 23. Juni 2005

Zwei krasse Tage

Nachdem André nun schon blanko auf einen von mir noch nicht einmal geschriebenen Bericht von dem “Sirqus Alfon”-Auftritt am Montag verwiesen hat, will ich den denn hier jetzt nachliefern.

Da ich erst am Montag beschlossen hatte, ins KGB zu gehen um die eben besagte Gruppierung musizierender junger Leute zu erleben, kam es, wie es bei solch spontanen Entschlüssen oft passiert, dass keiner so wirklich Zeit hatte. Selbst Anni musste gerade noch im letzten Moment einlenken, um für ihre kommende Prüfung zu büffeln. Blieb mir noch der treue Elmar.

Also, nachdem Anni und ich einen schönen Nachmittag mit Plündern des LAX bei 40% (ja, leider, LAX löst sich auf), Hefeweizentrinken vorm Warmbad und Bücherstöbern in der gerade an diesem Tag am Dobi neu eröffneten “anderen Buchhandlung” mit nem Gläschen Prosecco verbracht haben, sind Elmar und ich dann zum Güterbahnhof geradelt. Punkt neun angekommen waren kaum Leute da. Wir kamen umsonst rein und haben uns erstmal ein lecker Bier geholt, wobei uns der Tresenmann mitteilte, dass das ganze etwas später losginge heute, da die “überaus sympathische Band aus Schweden” die Fähre verpasst hätte.
Macht ja nix, ham wir uns eben ein wenig in die Sesselecke gesetzt, während Donald D. beim Soundcheck erstmal nen Plattenspieler oder sowas runterfallen liess. Gelernt ist gelernt ;)
Die “überaus sympathische Band aus Schweden” traf dann doch ein, überprüfte ebenfalls die lokale PA mit coolem acapella Beatbox, haufenweise Rückkopplungen und stehenden Wellen. Langsam füllte sich der Raum, leider viel zu wenig Leute, würde schätzen 50 waren da - Claudia und Susanne ebenfalls darunter. Als wir dann da so standen, kamen die Jungs auch gleich heraus. Drei von ihnen waren mit wirren Frisuren, riesigen angeklebten Schnurrbärten, knallroten Hemden, kurzen schwarzen Sporthosen (von Adidas und Puma übrigens), Hosenträgern und roten Turnschuhen bekleidet, wovon einer Melodika spielend auf der Bühne sass, während die anderen beiden den in ein unausstehlich buntes Hemd und schwarzer Jogginghose gekleideten Frontmann steif wie ein Brett auf die Bühne trugen, aufzustellen versuchten, wobei der mehrmals umfiel und immer nur kurz vor dem Boden aufgefangen wurde. Surrend und sich gebärdend wie ein Roboter ergriff er dann sein Megaphon (nicht Mikrophon), die anderen jeweils einen Kontrabass und ein Kinderschlagzeug.

Was dann folgte lässt sich eigentlich nicht mehr beschreiben, sondern eher unter dem Oberbegriff Reizüberflutung zusammenfassen. Von der ersten Minute an musste man einfach mitlachen, -singen, -tanzen. Die Musik erstreckte sich über HipHop, Limbo, Breakdance, Rock, Britney-Spears-Kaugummi-Pop bis hin zu Mallorcahits. Dabei einfach eine perfekte Show mit eingeschnappten Bandmitgliedern, übereifrigen Schlagzeugern, und, und, und…
Das spärliche Publikum hat lautstark alles zu würdigen gewusst, spätestens nach einer halben Stunde taten einem schon die Handflächen weh und man neigte zu spontanen Jubelrufen. Ganze drei Zugaben mussten Sirqus Alfon dann geben, und wir waren alle total aus dem Häuschen, denn soetwas hätten wir dann doch nicht erwartet.

Noch nicht nach Hause wollend, blieben Elmar und ich noch auf ein Bier und machten uns danach zu eine kleinen Altstadtradtour mit Besichtigung des Stadthafens auf. Da es beim Zirkus Fantasia so spät dann doch keine Bockwurst mehr gab, holten wir uns jeder ‘nen Dobidöner, den wir dann prompt bei den Segelbooten verschlangen.

Gegen zweie zu Haus gings um neun wieder raus, und zwar im Rahmen meines Physikseminars zur Brauereiführung (meiner dritten mittlerweile) - wofür man nicht alles Scheine bekommt - welche planmässig verlief und dann mit zwei Bierchen und zwei geschenkten Gläsern im Braukeller endete. Leicht angetüdelt weiter nach Hause, Uli und Anni, beide zum Lernen ziemlich schick angezogen, bekocht und weiter zu Anke, ihr meine Grammatik zu zeigen, welche sie ziemlich schnell durchschaut und umgebaut hat, hoffe sie funktioniert jetzt besser. André präsentierte dann noch seine spektakulären Erfolge mit Eclipse, und ich quälte mich bei schwülen 33°C langsam wieder mit der Aussicht auf Strand am Abend in unsere kühle Wohnung.

18Uhr: Wir wollen mit Seb aufbrechen, da passierts - der Himmel verdunkelt sich, Blitz, Donner, Wind und Regen stürzen über uns zusammen. Äste brechen ab, Bäume stürzen um, Blitze schlagen ein, Lampen flackern, Handynetz bricht zusammen, also nix mit Strand. Nach einer Stunde war alles vorbei, und nachdem vom Strand der Anruf kam, dass die Sonne jetzt rausgekommen und der Sand wieder trocken sei, haben wir uns dann doch aufgemacht, die Schäden in Augenschein nehmend. Da waren überflutete Strassen und Keller, umgestürzte Bäume und liegengebliebene Strassenbahnen.

Wir sind genau zum Sonnenuntergang an den Feuerstellen angekommen, wo uns schon Sambatrommeln, Lagerfeuer und jede Menge gutgelaunter Leute empfingen. Paula ging völlig ab, Anni und ich schlürften Wein, Elmar wurde eins mit seiner Snaredrum. Irgendwann haben wir uns dann entschlossen, alle nackt Baden zu gehen, naja, zumindest ein Teil von uns. Hoffe, es gibt da keine Photos von ;)
Danach schön den Hintern am Lagerfeuer gewärmt, zu den Trommeln getanzt, mit meinen beiden Mädels geknutscht, weitergetrunken und den Feuerjongleuren zugeguckt. Dann irgendwann zurück und den Abend schön ausklingen lassen.

Achso: Für alle, die auch den Auftritt von Sirqus Alfon am Dienstag verpasst haben: Es gibt ein Wiedersehen auf der ФУЗИОН…

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Montag, 20. Juni 2005

Sirqus Alfon

Der Tag war lang und warm, mein Vortrag lief bestens. Hab auch die Stunde rumgekriegt ohne zu trödeln. Alle Beispiele haben funktioniert und ich konnte die Fragen beantworten - was will man mehr?!

Was die Überschrift bedeutet? “Sirqus Alfon” sind eine, tja, ich würde mal sagen Band im weitesten Sinne, die bewaffnet mit seltsamen Instrumenten und Megaphon bekannte Musik nachspielen, dazu eine ziemlich verrückte Bühnenshow abliefern - aber guckt Euch am besten selber das Video auf ihrer Website an. Die Jungs kommen aus Schweden und gastieren heute und morgen Abend im KGB. Klingt verdächtig nach Pflichttermin.

Morgen Abend hingegen ist Sommersonnenwende in Warnemünde angesagt. Dazu habe ich heute ungefähr folgende Mail erhalten:

an diesem tag wendet die sonne
und mit diesem spektakulären termin
stürzt sie wie vor 3436 Jahren schon mal , mit einer höllischen geschwindigkeit ins meer.
zu beobachten ist dieses seltene naturschauspiel in mittelauropa
in warnemünde am strand bei den feuerstellen höhe wetterstation. ab 18 uhr

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macht dieses ereignis zum höhepunkt
schickt die info weiter

an alle trommler , gaukler , feuerspucker , jongleure, freunde
sagt es weiter

bringt ein holz mit fürs feuer das uns wärmt
bringt ein brot mit für die große tafel
bringt einen wein mit der das blut schneller in unseren adern fließen läßt

und dann taucht ein ins meer der trommeln
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die heißesten plätze sind begehrt
wer kann schon alles früher dasein ?
und sein handtuch auf die feuerstelle tun?

Zu deutsch so viel: Ausgelassen Feiern am Strand mit den Sambucus.

Sonntag, 19. Juni 2005

Vortrag fertig

So, hab soeben meinen Vortrag “Berechnung von Silhouetten im Non-Photorealistic Rendering” fertig bekommen - hoffe ich zumindest. Hab dafür gestern Abend extra die Yard Bounce Party im KGB sausen lassen und seit heut Morgen eine Sonderschicht im Rechenzentrum eingeschoben. Rausgekommen sind trotzdem nur 36 Folien. Mal sehen, ob ich damit die geforderten 60 Minuten voll krieg. Beim letzten Durchsprechen, noch mit 28 Folien hab ich 48 Minuten gebraucht, aber meine Tafelzeichnungen, Matlabvorführung und das Beispielprogramm weggelassen. Aber jetz hau ich mich aufs Ohr - bin schliesslich morgen früh um neun dran, und will das ganze vorher nochmal überfliegen.

Tja, das einzige, was mir dann noch zum Teilnahmeschein fehlt, ist die schriftliche Ausarbeitung. Aber die soll ja nur 8 Seiten haben. Muss mich eben mal zwingen, das nicht auf die lange Bank zu schieben.

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